Begriffe

Sexualpädagogik

"Sexualpädagogik ist die Bezeichnung für ein Teilgebiet der Erziehungswissenschaften, das sich mit der Erarbeitung von Grundlagen, Handlungsansätzen und Materialien für die Sexualaufklärung bzw. Sexualerziehung befasst." (Pschyrembel, 2003, S.491)

Die Aufgabe der Sexualpädagogik besteht darin, Lehrpersonen in der Aus- und Weiterbildung zu befähigen, Themen der Bereiche Sexualität und Beziehung altersgerecht im Unterricht zu vermitteln.

Für den Bereich der didaktisch-theoretischen Überlegungen, der die Grundlage der Lehre an den pädagogischen Hochschulen bildet, wird der Begriff "Sexualpädagogik" vorgeschlagen.

Sexualerziehung

Eine Sexualerziehung im Kontext Schule meint Angebote, die öfters unter der Bezeichnung Sexualkunde oder Sexualunterricht stattfinden. 

"Sexualerziehung als rechtebasierter Ansatz stattet junge Menschen mit grundlegendem Wissen und den Fähigkeiten, Fertigkeiten und Werten aus, die sie benötigen, um ihre Sexualität bzw. die Freude daran, sowohl physisch, psychisch wie auch emotional zu erfahren. Sexualerziehung soll jungen Menschen helfen, korrekte Informationen zu erhalten, Lebensfähigkeiten zu entwickeln und positive Einstellungen und Werte wachsen zu lassen" (IPPF European Network, 2006a, S. 9).

Für die fachliche Umsetzung von Themeninhalten zu Sexualität und Partnerschaft in der Volksschule empfiehlt das Kompetenzzentrum Sexualpädagogik und Schule die Bezeichnung "schulische Sexualerziehung".


Die Deutschschweizer Erziehungsdirektorenkonferenz verwendet im Zusammenhang mit dem Volksschul-Lehrplan den Begriff "sexualkundlicher Unterricht".

Umfassende Ausführungen zu verschiedenen weiteren Definitionen sowie die ausführlichen Quellenangaben finden Sie im Grundlagenpapier Sexualpädagogik und Schule Seite 7ff.